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Fellpresse hält drauf: Hunde sind keine Sofakissen!

Dog Sammy – Wald- und Wiesenreporter und Big Boss der Fellpresse

Von meinem Fellpresse-Hauptquartier-Fenster aus sehe ich jeden Tag Bello & Co mit menschlichem Leinenanhang vorbeischlenkern. In drei Minuten ist man von der muffigen Großstadtgosse im urigen Auenwald verschwunden – wenn der Mensch mitmacht.

Tatsache ist, dass ich viele Hunde nie im Wald, auf der Wiese oder am See treffe. Sie sind verdonnert, ihr Leben in der Wohnung zu fristen und laufen zum kacken einmal um den Block. Sonntags vielleicht auch zweimal. Aber wir Hunde sind keine Sofakissen! Wir hassen es, nur um den Block zu latschen! Wir wollen arbeiten, rennen, lernen, spielen! Wir brauchen Sozialkontakte! Wir kacken gern ins Grüne! Und wir möchten einen kompetenten Chef, der das weiß!

Grund für uns mal wieder ein neues Bild für “Fellpresse hält drauf” zu basteln.

Und hier isses: Hunde sind keine Sofakissen!

Die Grafik darf gern kopiert und weiter verbreitet werden.
Hunde sind keine Sofakissen

Wieder aktiv: Kleine Vampire aus dem Unterholz

© Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V., bpt

Bild

Nicht nur für Menschen ist ein Zeckenstich mit erheblichen Gefahren verbunden. Zecken im Hunde- oder Katzenfell sind eklig, verursachen heftigen Juckreiz oder Schwellungen, können aber auch zum Teil lebensgefährliche Krankheiten auf Hunde übertragen: Anaplasmose, Babesiose (die so genannte Hundemalaria), Borreliose oder in sehr seltenen Fällen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Unbehandelt verlaufen diese oft akut oder häufig sogar tödlich Hochsaison haben die kleinen Blutsauger gewöhnlich von März bis Ende Oktober, je nach Wetterlage bis November.

Gegen die Borreliose werden für Hunde verschiedene Impfstoffe angeboten, die allerdings nur gegen drei Borrelienarten schützen. Ebenso steht gegen die Babesiose ein Impfstoff zur Verfügung. Dieser ist zwar in Deutschland zurzeit nicht erhältlich, kann aber vom Tierarzt mit einer Ausnahmegenehmigung aus dem europäischen Ausland bezogen werden. Der Impfstoff schützt jedoch nicht vor einer Infektion, sondern mildert lediglich den Krankheitsverlauf. Gegen die anderen Krankheiten gibt es keine Impfung.

Mit vorbeugenden Maßnahmen kann man Borreliose und Co. aber dennoch erfolgreich den Kampf ansagen. Dazu gehören: Schnelles Entfernen der Zecken und Verwendung von parasitenabtötenden Präparaten.
Je nach Zeckenart und Erreger sind die Übertragungszeiten unterschiedlich. Borrelien werden 6 bis 72 Stunden nach dem Zeckenstich übertragen, die Erreger der Anaplasmose innerhalb von 24 Stunden, die der FSME nach nur wenigen Minuten und Babesien nach 48 Stunden. Männliche Auwaldzecken, die bereits einmal Blut gesaugt haben, können allerdings Babesioseserreger sofort nach dem Einstich übertragen.
Hunde sollte man deshalb auf jeden Fall nach jedem Spaziergang und die Katze mindestens einmal täglich nach Zecken absuchen. Bevorzugte „Andock-Stellen“ sind die gefäßreichen, dünnhäutigen Partien an Kopf, Hals, Schultern und Achseln. Wichtig: Mit einer speziellen Zeckenzange lassen sich die Zecken fassen und unter sanftem Zug aus der Haut ziehen. Keinesfalls sollte man sie zuvor mit Öl oder anderen Flüssigkeiten versuchen abzutöten, denn gerade im Todeskampf bringen Zecken ihren möglicherweise infektiösen Speichel vermehrt in die Wunde ein.

Doch durch alleiniges Absuchen des Tieres wird keine Sicherheit erreicht, denn zu viele Zecken werden bei dieser Methode selbst von Fachleuten übersehen. Oft kann man die Zecken erst Tage nach Beginn der Blutmahlzeit, wenn sie sich mit Blut voll gesaugt und den Hund bereits infiziert haben, erkennen und entfernen.
Um die Tiere vor ungebetenem Besuch zu schützen oder den kleinen Biestern den Appetit zu verleiden, stehen Spot-on-Präparate oder antiparasitäre Halsbänder in den Tierarztpraxen zur Verfügung.

Die Spot-on-Präparate vom Tierarzt schützen wie mit einem unsichtbaren Schutzschild, zum einen durch ihre abschreckende Wirkung (Repellenteffekt), zum anderen durch ihre abtötende Wirkung. Sie werden direkt auf die Haut im Nacken der Hunde (bei großen Hunden zusätzlich auf die Haut im Bereich der Kruppe) geträufelt. Der Wirkstoff verteilt sich innerhalb eines Tages über den ganzen Körper und lagert sich in der obersten Hautschicht ein. Die Behandlung muss in Abständen nach den Vorgaben des Herstellers wiederholt. Der in den Halsbändern enthaltene, Zecken abtötende Wirkstoff wird kontinuierlich abgegeben. Er verteilt sich ebenfalls über den gesamten Tierkörper und lagert sich in die oberste Hautschicht ein. Gelegentliches Schwimmen, oder Regen vermindern die Wirkung nicht.

Auch der Handel bietet eine Vielzahl von Produkten an. Doch nicht alle Zeckenmittel sind wirksam oder für jedes Tier geeignet. Ein altes Hausrezept rät zu Knoblauch. Allerdings ist weder die Wirkung nachgewiesen noch ist es ratsam, Knoblauch bei Hund und Katze einzusetzen, denn wie alle Zwiebelgewächse ist auch der dazu zählende Knoblauch für beide Tierarten giftig!

Welches Produkt für den Hund oder die Katze in Frage kommt, erfährt man am besten in der Tierarztpraxis. Dort wird ausführlich beraten und auf mögliche Nebenwirkungen hingewiesen.

 Durch Zecken auf Hunde übertragbare Krankheiten

 Zeckenarten in Deutschland

Tierärzte-Notdienst

Der Kölner Tierärztenotdienst

ist ein Zusammenschluss von Kleintierärzten aus Köln, die sicherstellen möchten, dass Sie für Ihr krankes Tier nachts und an Wochenenden und Feiertagen immer tierärztliche Hilfe bekommen können.

Bitte beachten Sie, dass Sie IMMER VORHER bei dem diensthabenden Tierarzt ANRUFEN, auch wenn Sie die Praxis kennen, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Außerdem können Sie sich dann gleich danach erkundigen, ob Sie nur bar oder z.B. auch mit EC-Karte bezahlen können und sich darauf einrichten.

Der Notdienst ist in der Woche immer von 19.00 Uhr abends bis 8.00 Uhr morgens erreichbar, am Wochenende und an Feiertagen von 8.00 Uhr bis 8.00 Uhram nächsten Morgen.

 März 2012

01.03.2012

Donnerstag

TA. Lausberg      K.-Weidenpesch 

0221 – 744370

02.03.2012

Freitag

Dr. Görzen    K.-Ostheim 0221 – 7192082

03.03.2012

Samstag

Drs. Harms/Szattelberger K.-Dellbrück

0221 – 683802

04.03.2012

Sonntag

Drs. Behrens/Rick      K.-Wahnheide

02203 – 205333

05.03.2012

Montag

TA. Mech   K.- Weiden 02234 – 498204

06.03.2012

Dienstag

TÄe. Cimander    K.-Sülz

0221 – 428081

07.03.2012

Mittwoch

TÄ. Matter/Joedicke    K.-Longerich

0221 – 742424

08.03.2012

Donnerstag

TA. Heinrichs   K.-Ehrenfeld

0171 – 9537689

09.03.2012

Freitag

Dr. Wunderlich      K.-Lindenthal

0221 – 4300093

10.03.2012

Samstag

Dr. Felsberg   K.- Porz

02203 – 34229

11.03.2012

Sonntag

TA. Engels      K.-Ehrenfeld

0221 – 552060

12.03.2012

Montag

Drs.Holland/Unna   K.-Bayenthal

0221 – 341300

13.03.2012

Dienstag

Dr. Kreth   K.-Rath  

0221 – 9226555

14.03.2012

Mittwoch

Dr. Miebach   K.- Worringen

0221 – 781555

15.03.2012

Donnerstag

TA. Wagemann   K.-Ossendorf

0221 – 88821880  0221 – 88821881

16.03.2012

Freitag

Dr. Struckmann    K.-Braunsfeld

0221 – 545764

17.03.2012

Samstag

Dr. Szabo   K.- Junkersdorf

0221 – 4846284

18.03.2012

Sonntag

Dr. Linke   K.- Nippes 0221 – 767878

19.03.2012

Montag

Dr. Graf   K.- Porz (Eil)

02203 – 33323

20.03.2012

Dienstag

Dr. v. Stumberg     K.-Mülheim 0221 – 610222

21.03.2012

Mittwoch

Dr. Ulrich    K.-Zollstock

0152 – 7310667

22.03.2012

Donnerstag

Dr. Kellerwessel   K.-Sülz

0221 – 411112   0172 – 2808809

23.03.2012

Freitag

Dr. Wahle      K.-Heimersdorf

0221 – 796666    0221 – 701310

24.03.2012

Samstag

Dr. Schmalz-Picchedda    K.-Rath

0221 – 16999033

25.03.2012

Sonntag

Dr. Caglar   K.-Ostheim

0221 – 88899922

26.03.2012

Montag

Dr. Rühling       K.-Poll

0221 – 8999701

27.03.2012

Dienstag

TÄe. Wilms & Rosin    K.-Deutz 0221 – 22233377

28.03.2012

Mittwoch

Drs. Hübys/Wüstenberg   K.-Kalk 0221 – 853007

29.03.2012

Donnerstag

Dr. Kellerwessel   K.-Sülz

0221 – 411112   0172 – 2808809

30.03.2012

Freitag

TÄe. Cimander    K.-Sülz

0221 – 428081

31.03.2012

Samstag

Dr. v. Prittwitz K.-Höhenhaus

0221 – 96476321

ACHTUNG!!! VORSICHT!! Erste Giftköder in Köln-Buchheim!!!!!

Gerade wurden uns die ersten Giftköderfunde gemeldet.
An dem Grünstreifen an St. Theresia neben der Grundschule u. Sporthalle, Herler Ring, wurde ein Hundehalter stutzig, als sein 13 Wochen alter Welpe ein “Klumpen” Laub in der Schnauze hatte. Der Klumpen bestand aus einem Brötchen mit Leberwurst, indem blaue Körner (Rattengift) versteckt war.
Kurze Zeit später buddelt der Welpe auf der Wiese und hob dabei ein ausgestochenes Stück Gras an. Darunter fand das Herrchen diesmal ein Butterbrot mit Leberwurst ebenfalls mit den blauen Körnern.
Auch wenn schon ein Verdacht auf eine Anwohnerin der Wiese besteht,
raten wir dringend dazu, auch ausserhalb des Fundbereichs auf allen Hundewiesen genau darauf zu achten, woran eure Hunde schnüffeln, schlimmstenfalls sogar fressen.
Auch die Halter der “Buddler” sollten genau darauf achten, dass sich in dem Erdreich nicht irgendwelche “Fundstücke” befinden.
Sollten eure Tiere trotzdem mal etwas Undefinierbares gefressen haben, raten wir dazu sofort (innerhalb der nächsten Stunde) einen Tierarzt aufsuchen und nicht abzuwarten, ob vielleicht Symptome auftreten.
Auf jeden Fall sollte man dem Tier eine Kohletablette geben, die absorbiert evtl. aufgenommenes Gift und andere schädliche Substanzen.

PASST jetzt wieder besonders auf eure Lieblinge auf, das Frühjahr hat begonnen und damit auch die Zeit der HUNDEHASSER und anderer gestörter Mitmenschen!!!!!

14.03.2012
In den letzten Tagen hat noch eine Hundehalterin aus der Nachbarschaft in dem Fundgebiet einen Giftköder ihrer jungen Mischlingshündin wegnehmen können.
Vermutlich ärgert sich ein Anwohner über das Bellen und die Hundehaufen auf der Wiese.
Dieses Handeln ist durch nichts zu rechtfertigen, aber wir bitten alle Hundehalter, den Kot ihrer Hunde in den vorhandenen Mülleimern zu entsorgen!

Die Fundstücke sprich GIFTKÖDER bitte NICHT entsorgen, sondern sofort die 110 anrufen und Anzeige wegen Verdacht auf Tierquälerei gegen Unbekannt erstatten.

Vergiftungen

Hund: Cumarin-Vergiftung (Rattengift)

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Rattengift, Kumarin-Vergiftung

Cumarin ist eigentlich eine ungiftige Substanz, die natürlicherweise in Steinklee vorkommt. Chemische Abkömmlinge von Cumarin, so genannte Cumarinderivate sind jedoch hochgiftige Stoffe, die vorwiegend als so genannte Rodentizide zur Bekämpfung von Schadnagern eingesetzt werden.

Es gibt viele verschiedene Cumarinderivate, unter anderem sind folgende Stoffe in im Handel gebräuchlichen Rattengiften enthalten: Cumachlor, Cumatetralyl, Cumafuryl, Chloraphacinon, Dicumarol u.v.a.

Die Wirkungsweise dieser Stoffe ist gleich, sie unterscheiden sich jedoch in der Schnelligkeit ihres Wirkungseintritts und in ihrer Wirkungsdauer: ältere Mittel, so genannte Cumarinderivate der ersten Generation, wirken etwa 14 Stunden nach der Aufnahme des Giftes. Die neueren Cumarinderivate der zweiten Generation zeigen erst nach einigen Tagen eine Wirkung. Dieser verzögerte Wirkungseintritt ist beabsichtigt: Wenn ein Schadnager direkt nach dem Fressen des Giftes Symptome zeigen oder sterben würde, würden die anderen Tiere das Gift nämlich nicht mehr fressen.

Ursachen

Rodentizide, die hier im weiteren Verlauf vereinfacht als Rattengift bezeichnet werden, können von Hunden über verschiedene Wege aufgenommen werden:

  • direkte Aufnahme des Giftes bei unsachgemäßer Lagerung
  • direkte Aufnahme von Gift, das von Schadnagern verschleppt wurde
  • Fressen von Schadnagern, die Rattengift aufgenommen haben

Das Gift gelangt in den Magen-Darm-Trakt und wird dort in den Blutkreislauf aufgenommen. Dort führt Rattengift zu einer Störung der Blutgerinnung und zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Blutgefäße: es entstehen ausgeprägte innere Blutungen.

Leitsymptom

Blutungsneigung

Symptome

Die klinischen Symptome einer Vergiftung mit Rattengift können sehr unspezifisch sein. Sie hängen stark von der aufgenommen Dosis sowie davon ab, wo die Blutungen auftreten. Eine wiederholte Aufnahme von kleinen Mengen des Gifts kann schwerwiegendere Folgen haben als die einmalige Aufnahme einer großen Giftmenge!

Allgemeinsymptome können blasse Schleimhäute, Erbrechen, Futterverweigerung und Teilnahmslosigkeit sein. Diese Krankheitszeichen können über Wochen auftreten.

Hauptsächlich besteht jedoch nach der Aufnahme von Cumarinderivaten eine starke Blutungsneigung, die sich durch Nasenbluten, blutigen Auswurf beim Husten sowie durch Blut in Urin oder Kot äußern kann. Die weiteren Symptome hängen davon ab, in welchen Organen die Blutungen stattfinden. Bei Blutungen in den Herzbeutel (Perikarderguss) kommt es zu einer eingeschränkten Herzleistung mit erhöhter Herzschlagfrequenz. Lungenblutungen oder Blutungen in den Pleuralspalt führen zu einer mangelhaften Belüftung der Lunge und dadurch zu Atemnot. Auch Lahmheiten können auftreten, wenn es zu Einblutungen in Gelenke kommt.

Wenn sehr große Mengen oder wiederholt Rattengift gefressen wurde, können die Blutungen so stark sein, dass plötzlich Schocksymptome auftreten und der Hund stirbt.

 

Abb. FZXRASU4
Abb. FZXRASU4: Zahnfachblutungen als Zeichen von erhöhter Blutungsneigung bei einer Vergiftung mit Rattengift.

Diagnose

Idealerweise hat der Hundebesitzer einen konkreten Verdacht und die Aufnahme des Giftes liegt erst wenige Zeit zurück. In diesem Fall zeigt der Hund noch keine Symptome, das Gift kann jedoch im Mageninhalt oder in Resten des gefressenen Kadavers nachgewiesen und eine Behandlung eingeleitet werden.

Weitaus häufiger frisst der Hund das Gift jedoch vollkommen unbemerkt und wird mit bereits bestehenden Symptomen in der Praxis vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt ist das Gift praktisch nicht mehr nachweisbar, wodurch die Diagnose der Vergiftung sehr schwer ist. In diesem Fall sind der Vorbericht (besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass der Hund Gift oder einen vergifteten Tierkadaver gefressen hat?) und die klinischen Symptome von großer Bedeutung. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kann mit Hilfe einer Blutuntersuchung der Gerinnungsstatus des Blutes bestimmt werden. Zusätzlich können Röntgenbilder angefertigt oder Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden, um Blutansammlungen in einzelnen Organen sichtbar zu machen.

In Einzelfällen ist das Ergebnis all dieser Untersuchungen nicht eindeutig, die Symptome sprechen jedoch weiterhin stark für eine Cumarin-Vergiftung, und andere Erkrankungen können weitestgehend ausgeschlossen werden. In diesen Fällen kann ein Therapieversuch eingeleitet werden, der bei Erfolg den Diagnoseverdacht bestätigt.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich stark danach, wann der Hund in der tierärztlichen Praxis vorgestellt wird.

Wurde das Gift erst vor wenigen Stunden aufgenommen, muss verhindert werden, dass das Gift in den Blutkreislauf aufgenommen wird. Der Hund wird zum Erbrechen gebracht, so genannte Aktivkohle wird gefüttert, die das Gift im Magen und Darm binden kann und auch Abführmittel werden verabreicht, um Gift im Enddarm zu erreichen.

Diese Behandlungsmaßnahmen sind jedoch zwecklos, wenn der Hund bereits Vergiftungssymptome zeigt, da dann bereits alles Gift ausgeschieden ist. Ab diesem Zeitpunkt wird eine so genannte Antidot-Therapie mit Vitamin K durchgeführt. Dieses Vitamin kann in hoher Dosierung das normale Gerinnungsverhalten des Blutes innerhalb weniger Stunden wiederherstellen. Um einen schnellen Wirkungseintritt zu erzielen, wird Vitamin K anfangs meist intravenös, also direkt in ein Blutgefäß verabreicht. Nach einigen Tagen kann auf Tabletten umgestellt werden. Diese Tabletten sollten immer gleichzeitig mit dem Futter gegeben werden. Zusätzlich kann ein Löffel Haushaltsöl unter das Futter gemischt werden, da dies die Aufnahme des Vitamins im Magen-Darm-Trakt erleichtert und dadurch besser wirken lässt. Diese orale Gabe von Vitamin K muss – je nach aufgenommenem Gift – über einen Zeitraum von mindestens zwei oder sogar sechs Wochen erfolgen. Einige Tage nach Absetzen des Vitamins muss der Gerinnungsstatus unbedingt durch eine erneute Blutuntersuchung überprüft werden. Bei schlechten Gerinnungswerten muss die Vitamin K-Gabe gegebenenfalls verlängert werden.

Neben dieser Antidot-Therapie sind meist zusätzliche Behandlungsmaßnahmen erforderlich. Der behandelnde Tierarzt wird diese je nach Zustand des Hundes durchführen:

  • Infusionen
  • Bluttransfusionen
  • Beatmung
  • Antiemetika zur Stillung des Brechreizes
  • Ruhigstellung/Wärmelampe/gepolsterte Unterlagen

Prognose

Die Prognose einer Cumarin-Vergiftung hängt stark davon ab, zu welchem Zeitpunkt die Vergiftung erkannt und eine Behandlung eingeleitet wird. Ebenfalls entscheidend ist die Lokalisation der Blutungen. Insbesondere Blutungen in den Herzbeutel oder die Lunge können schnell lebensbedrohliche Auswirkungen haben.

Stand: 20.01.2012, © Copyright by www.enpevet.de
 

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Die Fütterung des Hundes

Hunde sind Fleisch- UND Allesfresser

In groben Zügen sollte man sich bei der Ernährung eines Hundes an seinen Vorfahren orientieren: den Wölfen. Diese ernähren sich von Beutetieren, Beeren, Obst und Kräutern. Der Mageninhalt der Beutetiere wird ebenfalls gefressen, also werden dort zusätzlich Pflanzen aufgenommen. Die Verdauung von Hunden ist also darauf ausgelegt, in gewissem Rahmen auch pflanzliche Nährstoffe zu verwerten. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Katzen um reine Fleischfresser. Das Muskelfleisch der Beutetiere liefert wichtiges Eiweiß (Protein). Neben Eiweiß müssen jedoch auch noch Kohlenhydrate, Fette, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine in ausreichender Menge aufgenommen werden. Auch Ballaststoffe werden benötigt.

 

Abb. G5S26DYD
Abb. G5S26DYD: Typische Zusammensetzung eines Beutetieres von Wölfen.

Der Verdauungsvorgang

Die Verdauung der Nahrung beginnt bereits in der Maulhöhle mit der Zerkleinerung durch die Zähne und der Durchmischung des Speisebreis mit Speichel. Nach dem Schlucken gelangt die Nahrung in den Magen. Dort befinden sich verschiedene Drüsen, die Schleim, Salzsäure und Verdauungsenzyme produzieren. Die Salzsäure tötet in der Nahrung vorhandene Keime ab und aktiviert gleichzeitig die Verdauungsenzyme. Der Schleim schützt die empfindliche Magenwand vor diesen Enzymen und der Salzsäure. Dem Magen schließt sich der Dünndarm an, der aus den Anteilen Zwölffingerdarm , Leerdarm und Hüftdarm besteht. Gleich zu Beginn des Zwölffingerdarms gelangen die Verdauungsenzyme der Galle, die Gallenflüssigkeit, und der Bauchspeicheldrüse in den Darm. Diese Enzyme können Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße der Nahrung in kleinere Bausteine zerlegen, damit diese dann über die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf aufgenommen werden können. Dem Dünndarm schließt sich der Dickdarm mit seinen Anteilen Blinddarm, Grimmdarm und Mastdarm an. In diesem Darmabschnitt werden dem Nahrungsbrei weitere Nährstoffe, hauptsächlich jedoch Wasser entzogen. Der Kot wird dadurch eingedickt und zu Ballen geformt.

 

Abb. GL9B0PE2
Abb. GL9B0PE2: Schematische Darstellung des Magen-Darm-Trakts eines Hundes.

Futterbestandteile/Nährstoffe

Grundsätzlich bestehen Nahrungsmittel aus folgenden Inhaltsstoffen:

Eiweiße (Proteine) müssen ständig mit dem Futter zugeführt werden, da sie der wichtigste Baustein des Körpers sind und – im Gegensatz zu Fetten und Kohlenhydraten – nicht gespeichert werden können. Nahrungseiweiße werden im Darm in Aminosäuren zerlegt und durch die Darmwand ins Blut aufgenommen. Eiweiße in Tierfutter können sowohl tierischer Herkunft (Fleisch und Fisch sowie deren Nebenerzeugnisse wie Mehle und Innereien) als auch pflanzlicher Herkunft (meist Soja oder Mais) sein.

Kohlenhydrate, zu denen auch die verschiedenen Zuckerarten gehören, sind die Energiespender in der Nahrung. In der Natur enthalten die üblichen Beutetiere der Vorfahren der Hunde zwar nur einen geringen Anteil an Kohlenhydraten, in der Haustierfütterung werden sie jedoch in erhöhter Menge eingesetzt, um das Sättigkeitsgefühl der Tiere schnell zu erreichen. Zu den Kohlenhydraten zählen auch die so genannten Ballaststoffe (Rohfaser). Diese werden nicht oder kaum verdaut sondern aktivieren die Verdauungstätigkeit. Ein Mangel an Ballaststoffen führt beispielsweise zu Verstopfung.

Fette sind eine starke Energiequelle und versorgen den Hund mit lebensnotwendigen Fettsäuren.

Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Kalium, Natrium), Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Kobalt, Zink, Magnesium) und Vitamine sind weitere lebenswichtige Inhaltsstoffe, die über eine vielseitige, abwechslungsreiche Fütterung ausreichend zugeführt werden müssen.

Neben diesen Futterbestandteilen werden kommerziell erhältichen Futtermitteln häufig noch Zusatzstoffe zugefügt:

  • Technologische Zusatzstoffe: Zu diesen Stoffen zählen beispielsweise Konservierungsmittel (verhindern das Wachstum von Schimmelpilzen), Antioxidantien (verhindern das “Ranzig werden” oder Geliermittel (verfestigen die Nahrung) .
  • Sensorische Zusatzstoffe: Natürliche Karotinoide oder synthetische Farbstoffen machen das Futter optisch attraktiver und der Geschmack und Geruch wird durch Kräuter wie Anis, Vanillin u.v.a. beeinflusst.
  • Probiotika: Als Probiotika bezeichnet man bestimmte Bakterien, die sich positiv auf die Darmflora auswirken sollen und dadurch das Abwehrsystem und die Gesundheit fördern. Diese dem Futter zugesetzten Bakterien, insbesondere Lactobazillen und Bifidobakterien, werden nicht von den Verdauungssäften des Magens abgetötet, sondern gelangen unverdaut bis in den Dickdarm und entfalten dort ihre positive Wirkung.
  • Prebiotika/Präbiotika: Bekannteste Vertreter dieser Stoffe sind Inulin und Oligosaccharide (FOS). Diese Kohlenhydrate gelangen ebenfalls unverdaut in den Dickdarm und beschleunigen dort das Wachstum der so genannten probiotischen Bakterien. Vereinfacht gesagt, könnte man sie als die Nahrung von Lactobazillen und Bifidobakterien bezeichnen. Daneben scheinen sie u.a. durch eine Senkung des Cholesterinspiegels noch weitere gesundheitsfördernde Wirkungen zu besitzen.

Mögliche Formen der Fütterung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Hund bedarfsgerecht zu ernähren – jede Fütterungsform hat Vor- und Nachteile. Entscheidend ist hauptsächlich, dass die Futtermittel in der richtigen Menge und der richtigen Zusammensetzung gefüttert werden und der Hund langfristig mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt wird.

Fertigfutter

Dem Hundebesitzer steht eine Vielzahl verschiedener Fertigfuttermittel zur Verfügung. Diese werden grundsätzlich in Alleinfuttermittel, Einzelfuttermittel und Ergänzungsfuttermittel unterschieden.

Alleinfuttermittel können sowohl Trockenalleinfuttermittel als auch Feuchtalleinfuttermittel (Nassfutter, Dosenfutter) sein. Bei diesen Futtermitteln ist bei Fütterung der richtigen Futtermenge die tägliche Deckung aller Nährstoffe im richtigen Verhältnis gewährleistet. Ebenfalls zu Fertigfutter gehören so genannte Einzelfuttermittel. Diese bestehen meist ausschließlich aus Fleisch, also Eiweiß, und werden dann durch so genannte Ergänzungsfuttermittel (z.B. Flocken) mit Kohlenhydraten, Fetten, Vitaminen usw. angereichert.

Vorteile bei der Fütterung von Alleinfuttermitteln

  • gleichbleibende Zusammensetzung des Futters
  • täglich ausgewogenes Verhältnis von Nährstoffen

Nachteile bei der Fütterung von Alleinfuttermitteln

  • Herkunft und Qualität der Futterbestandteile sind unbekannt
  • Erhitzung führt zur Veränderung der Futterstruktur und entspricht dadurch nicht der natürlichen Ernährung eines Hundes
  • möglicherweise sind Zusatzstoffe enthalten

Selbstgekochtes/Frischfutter

Die Möglichkeiten, frisches Futter für einen Hund zuzubereiten, sind nahezu unbegrenzt. Verschiedene Futtermittel werden dafür unterschiedlich kombiniert, wobei – wie immer – langfristig ein ausgewogenes Verhältnis der Nährstoffe erzielt werden muss. Es empfiehlt sich deswegen, die hausgemachte Ration regelmäßig von einem Tierarzt überprüfen zu lassen. Zu beachten ist auch, dass einige Futtermittel nur gekocht (z.B. Kartoffeln), andere nur roh (Hühnerknochen) gefüttert werden sollten.

Vorteile von hausgemachten Futterrationen

  • das Futter ist jederzeit frisch
  • die Qualität und die Herkunft der einzelnen Futterbestandteile kann bewusst gewählt werden
  • bedarfsgerechte Zusammenstellung des Futters bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Futtermittelallergie, Harnsteine, Herzinsuffizienz)

Nachteile von hausgemachten Futterrationen

  • ohne ausreichende Sachkenntnis kommt es häufig zu unausgewogenen Futterrationen: Es besteht die Gefahr eines Mangels, eines Überschusses oder eines Ungleichgewichts von Nährstoffen
  • hoher Zeitaufwand

Rohfütterung (BARFEN, Bone and Raw Food, biologisch artgerechte Rohfütterung)

Unter Rohfütterung versteht man eigentlich die Fütterung von ganzen Beutetieren in unbehandeltem Zustand. Da dies praktisch meist nicht realisierbar ist, wird die Nahrung aus verschiedenen rohen Bestandteilen zusammengestellt. Diese Zusammenstellung der Einzelbestandteile wird von den Befürwortern des Barfens sehr unterschiedlich gehandhabt. Einige Barfer füttern ihren Tieren nur Fleisch und Knochen, da diese auf den ersten Blick der natürlichen Mahlzeit eines Wolfes am ehesten zu entsprechen scheinen. Auf den zweiten Blick besteht das komplette Beutetier eines Wolfes jedoch nicht nur aus Fleisch, also Eiweiß, sondern auch aus dem gefüllten Magen-Darm-Trakt, aus Blut usw., die eine Vielzahl weiterer, lebensnotwendiger Nährstoffe wie Mineralien, Vitamine und Spurenelemente enthalten. Neben Fleisch und Knochen müssen daher auch Getreide, Obst, Kräuter, Fette, Vitamine usw. gefüttert werden, um den Hund langfristig ausreichend mit allen Nährstoffen zu versorgen. Der Wolf frisst in der Natur auch Kot, Erde, Kräuter und Obst, dazu hat ein Hund heutzutage nicht unbedingt Gelegenheit.

Vorteile einer Rohfütterung

  • die Herkunft und die Qualität der einzelnen Futterbestandteile kann bewusst gewählt werden
  • Kaubedürfnis des Hundes wird gestillt
  • Zahnpflege
  • bedarfsgerechte Zusammenstellung des Futters bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Futtermittelallergie)

Nachteile einer Rohfütterung

  • ohne ausreichende Sachkenntnis kommt es häufig zu unausgewogenen Futterrationen: Es besteht die Gefahr eines Mangels, eines Überschusses oder eines Ungleichgewichts von Nährstoffen, die Krankheiten zur Folge haben können
  • Übertragung von Krankheitserregern und damit die Gefahr von Zoonosen steigt, insbesondere bei der Fütterung von rohem Schweinefleisch
  • Knochenfütterung kann zu Verletzungen der Zähne oder des Magen-Darm-Trakts führen
  • Verstopfungen durch Knochenkot
  • hoher Zeitaufwand

Vegetarische Ernährung

Eine rein vegetarische Fütterung von erwachsenen Hunden ist grundsätzlich möglich, jedoch nicht einfach. Es kann sehr leicht zu Nährstoffmängeln kommen, deshalb sollte die Zusammenstellung des fleischlosen Futters von einem erfahrenen Tierarzt begleitet werden. Bei fleischloser Hundeernährung besteht das Futter hauptsächlich aus Kohlenhydraten und Fetten. Die gefütterten Kohlenhydrate müssen eine hohe Verdaulichkeit aufweisen, also schnell und gut im Darm aufgenommen werden können. Dies ist notwendig, weil das Verdauungssystem des Hundes hauptsächlich für die Verdauung von Fleisch aufgebaut ist, nur in einem kleinen Darmabschnitt können Kohlenhydrate überhaupt aufgenommen werden. Im Vergleich dazu ist der Magen-Darm-Trakt eines reinen Pflanzenfressers wie Rind oder Kaninchen ganz anders aufgebaut: Diese haben mahlende Zähne, einen wesentlich längeren Darm und sogar extra Vormägen, die auf die Zerkleinerung pflanzlicher Nahrung spezialisiert sind. Fette können von Hunden gut verdaut werden, sie werden als Geschmacksträger meist auch gerne gefressen. Problematisch ist dagegen meist die Eiweißversorgung. Pflanzliche Eiweiße wie Sojaschrot werden von vielen Hunden abgelehnt oder nur bei sehr großem Hunger akzeptiert. Daher leiden viele fleischlos ernährte Hunde an einer (meist sehr lange unbemerkten) Unterversorgung mit Eiweiß. Neben Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß müssen zusätzlich Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente in einem ausgewogenen Verhältnis zugeführt werden. Erwachsene Hunde tolerieren eine Unter- oder Übervorsorgung von Nährstoffen meist gut und unbemerkt. Langfristig können jedoch Organschäden entstehen, die die Lebenserwartung des Tieres senken.

Von einer rein vegetarischen Ernährung von tragenden Hündinnen, Welpen und noch wachsenden Hunde ist grundsätzlich abzuraten: Untersuchungen zufolge treten selbst bei sorgfältiger Rationsberechnung Störungen in der Entwicklung der Knochen auf und die Tiere bleiben kleinwüchsig.

Vorteile einer vegetarischer Ernährung

  • Ethischen oder religiösen Beweggründen der Besitzer wird Rechnung getragen
  • Klima- und Umweltschutz durch Verzicht auf Fleisch

Nachteile einer vegetarischer Ernährung

  • eine rein vegetarische Ernährung entspricht nicht dem natürlichen Fressverhalten des Hundes
  • der Verdauungstrakt des Hundes ist nicht auf die alleinige Verdauung von Pflanzen ausgelegt
  • die Rationsberechnung ist dementsprechend schwer und muss unbedingt von Fachleuten durchgeführt werden

Futtermenge

Die Futtermenge richtet sich nach dem Energiebedarf des Hundes und dem Energiegehalt des Futters. Der Energiebedarf eines Hundes hängt stark von seiner Rasse, dem Geschlecht, vom Alter und vielen anderen Faktoren ab. Zusätzlich ist die Aktivität des Hundes entscheidend für seinen Energiebedarf: Sportlich beanspruchte Hunde benötigen weitaus mehr Energie als in der Wohnung gehaltene Tiere, die nur wenig Auslauf haben. Auch der Energiegehalt von Futtermitteln ist sehr unterschiedlich, er hängt insbesondere stark vom Wassergehalt eines Futters ab. Dieser ist beispielsweise bei Feuchtfutter deutlich höher als bei Trockenfutter. Bei Fertigfuttermitteln ist der Energiegehalt – gesetzlichen Bestimmungen folgend – auf der Verpackung angeben. Ebenfalls auf Fertigfuttermitteln angegeben ist meist eine Empfehlung über die zu fütternde Menge. Diese Angaben können im Einzelfall zutreffend sein, entscheidend für die richtige Menge des Futters ist jedoch das Gewicht des Hundes. Die Futtermenge eines Hundes ist richtig dosiert, wenn das Idealgewicht gehalten wird, also keine Unter- oder Überschreitungen stattfinden. Die Rippen eines normalgewichtigen Hundes sind nicht sichtbar, beim leichten Streichen mit der Hand jedoch deutlich fühlbar. Dies bedeutet, dass zwischen Rippen und Haut keine übermäßige Einlagerung von Fettzellen erfolgt ist. Auch das folgende Diagramm kann helfen, das Gewicht des eigenen Hundes richtig einzuschätzen. Im Zweifelsfall kann ein Tierarzt bei der Ermittlung des Idealgewichtes helfen. Auch sollte jeder Hund regelmäßig gewogen werden, um das Gewicht im Auge zu behalten.

 

Abb. G5ATU6HH
Abb. G5ATU6HH: Schematische Darstellung von Untergewicht, Normalgewicht und Übergewicht

Fütterungszeiten

Junge Hunde sollten 3-5x täglich gefüttert werden, ab dem 9. Lebensmonat reicht eine ein- bis zweimalige Fütterung aus. Insbesondere bei großwüchsigen Hunderassen wird eine zweimal tägliche Fütterung empfohlen, um einem Magendrehungskomplex vorzubeugen. Aber auch bei anderen Krankheiten wie Übergewicht, Herzinsuffizienz u.v.a. kann mehrmalige Fütterung sinnvoll sein. Einige Hunde vertragen ihr Futter auch einfach besser, wenn sie mehrmals täglich kleinere Mengen fressen können. Nach Möglichkeit sollte das Futter immer zur gleichen Uhrzeit gegeben werden.

Sonderfälle

In manchen Lebensphasen oder bei manchen Krankheiten muss besonders sorgfältig auf die Fütterung geachtet werden. Diese Sonderfälle werden hier nur in den Grundzügen erläutert, im Einzelfall sollte immer ein genauer Futterplan mit einem Experten erstellt werden.

Der wachsende Hund

Während des Wachstums sind besonders die Energiedichte und der Gehalt an Mineralstoffen, insbesondere Phosphor und Kalzium, im Futter von entscheidender Bedeutung. Hinsichtlich der Energiedichte bewährt sich die alte Züchterregel, dass Hunde möglichst langsam und mager groß werden sollten. Eine hohe Energiedichte im Futter führt nämlich zu schnellem Wachstum und zu einer schnellen Gewichtszunahme. Die Knochen können mit diesem Wachstum jedoch nicht mithalten und es können schwere orthopädische Störungen wie beispielsweise OCD, ED und HD entstehen. Neueren wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge ist eine Überversorgung mit Eiweiß entgegen der noch immer landläufigen Meinung nicht für diese häufig auftretenden Skeletterkrankungen verantwortlich.

Der Junghund sollte sein endgültiges Normalgewicht etwa mit Vollendung des 1. Lebensjahres erreicht haben, bei großwüchsigen Rassen mit etwa 1,5 Jahren. Während dieser Zeit muss die Fütterung mehrmals dem Wachstum angepasst werden.

Die tragende und säugende Hündin

In der ersten Hälfte der Trächtigkeit kann die Hündin im Allgemeinen normal weiter gefüttert werden. Ab der 5. Trächtigkeitswoche muss der Energie- und Nährstoffbedarf jedoch gesteigert werden, da nun die Welpen in höherem Maße „mitgefüttert“ werden. Bei normaler Wurfgröße sollte etwa 50% mehr gefüttert werden. Insbesondere der Kalzium-Gehalt in der Nahrung muss genau angepasst werden. Übergewichtige Hündinnen leiden weitaus häufiger an Geburtsschwierigkeiten, daher sollte Übergewicht vermieden werden.

Nach der Geburt steigt der Energiebedarf der Hündin durch die Milchbildung an. Der Energiebedarf beträgt dann je nach Wurfgröße das 2-4fache des so genannten Erhaltungsbedarfes, also dem, was die Hündin normalerweise fressen würde ohne Gewicht zu verlieren oder zu zunehmen. Zu beachten ist, dass der Energiebedarf der Hündin während des Säugens mit dem Wachstum der Welpen immer weiter wächst, bis die Welpen etwa ab der 5. Lebenswoche Beifutter aufnehmen.

Der ältere Hund

Mit dem Alter nimmt der Energiebedarf von Hunden stetig ab: Der Stoffwechsel stellt sich um und die Hunde bewegen sich meist deutlich weniger. Daher sollte das Futter rechtzeitig reduziert werden, im Allgemeinen um etwa 20% – möglichst bevor der Hund bereits zugenommen hat. Bei großwüchsigen Rassen nimmt der Energiebedarf deutlich früher ab, bereits ab dem 7. Lebensjahr kann häufig bereits der Energiegehalt des Futters reduziert werden. Die Lebenserwartung von Hunden (und auch Menschen) wird durch eine ausgewogene Ernährung maßgeblich beeinflusst. Daher sollte die Ernährung besonders bei älteren Tieren regelmäßig überprüft werden.

Der allergische Hund

Verschiedene Futterbestandteile können bei Hunden allergische Reaktionen hervorrufen. Weitere Informationen dazu unter Futtermittelallergie.

Der übergewichtige Hund

Verschiedenen Untersuchungen zufolge leiden 23- 56% der Hunde in Deutschland unter Übergewicht. Übergewicht kann auch bei Hunden schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Genauere Informationen dazu unter Übergewicht.

 

Stand: 20.01.2012, © Copyright by www.enpevet.de

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Nymphensittiche – so werden sie glücklich!

 Quelle: “IVH”
Nymphensittiche sind kleine, lebhafte Papageienvögel, die den Alltag von Vogelliebhabern enorm bereichern können. Dennoch handelt es sich um anspruchsvolle Zeitgenossen. Damit sich Nymphensittiche wohlfühlen, gilt es, hinsichtlich Haltung und Pflege einige wichtige Regeln zu beachten.Wie fast alle Papageien leben Nymphensittiche im Schwarm und richten sich im Tagesablauf nach ihren Artgenossen. Daher ist es am besten, wenn die gefiederten Freunde nicht alleine gehalten werden.Einzelhaltung kann zu Verhaltensstörungen und Fehlprägungen auf den Menschen führen, weiß Autor und Tierfotograf Horst Bielfeld. Aus ruhigen, ausgeglichenen Vögeln können Schreier werden. Schlimmstenfalls beginnen die vereinsamten Tiere sogar, sich das Gefieder auszurupfen.Der Bauer der Nymphensittiche darf nicht zu klein sein und sollte stets einen festen Platz haben – idealerweise in einem Raum, in dem sich die Tiere nicht langweilen. Da sich die Vögel in Zimmerecken und an der Wand am wohlsten fühlen, sollten sie nicht mitten im Raum platziert werden. Nymphensittiche vertragen zudem keine Zugluft. Daher muss der Standort unbedingt zugluftfrei sein.Auch ein Fensterplatz ist nicht empfehlenswert, weil es dort im Winter rasch zu kalt und im Sommer zu heiß wird, warnt Horst Bielfeld. Direkte Sonneneinstrahlung kann für Nymphensittiche lebensgefährlich sein. Falsch wäre auch ein Standort in der Küche, wo die Vögel ständig krankmachenden Dämpfen ausgesetzt sind, oder in dunklen Fluren, in denen es kaum Tageslicht gibt.Gefüttert werden Nymphensittiche mit dem handelsüblichen Körnerfutter für Großsittiche. Aber auch Leckereien wie Hirsekolben sowie ungespritztes Obst und Gemüse sollten auf dem täglichen Speiseplan der buntgefiederten Freunde stehen. Grundsätzlich gilt: Nymphensittiche lieben Abwechslung. Sorgen Sie daher für ein vielseitiges Nahrungsangebot und ein ansprechendes Umfeld – Ihre Sittiche werden es Ihnen danken, so Horst Bielfeld.Weitere Infos rund um Ziervögel gibt es auch unter IVH online.

Die Ernährung der Vögel – Grünfutter ist lebensnotwendig

Ein Artikel von “Das Vogelnetzwerk”

In der Vogelhaltung ist pflanzliche Kost unentbehrlich. Der Vogel hat einen ständigen Bedarf an Nähr- und Wirkstoffen, die er durch die verschiedenen Futtermittel abdeckt. Da die Vögel einen besonders intensiven Stoffwechsel haben, wird sehr viel Nahrung aufgenommen und umgesetzt. Zu diesem Nahrungsspecktrum gehört in den Frühjahrs- und Sommerzeiten die pflanzliche Kost, was aber wenig beachtet wird.bl. Wellensittich

Einige Pflanzen eignen sich vorzüglich gegen verschiedene Krankheiten bei unseren Vögeln, aber darauf kommen wir bei den einzelnen Pflanzen noch zurück. Kommen wir erstenmal zu den wichtigsten Futterpflanzen, die auch als Vitaminspender angesehen werden.

Im Frühjahr sind es die Blatt- und Blütenknospen, für einige Vogelarten sind sie in dieser Zeit eine ausschließliche Nahrungsgrundlage. Die Knospen von Weiß- und Schwarzdorn, von Obstbäumen – die nicht gespritzt sind, Ulme, Weide, Buche, sie sind deshalb so wertvoll, weil sie einen hohen Anteil an Proteinen und wenig Rohfaseranteile haben. In der Rinde der knospentragenden Zweige, die von den Vögeln abgeschält werden, befinden sich diätisch wirkende Gerbsäuren und Ballaststoffe sowie Mineralien.
Petersilie und Kresse sind sehr reich an Nährstoffen wie Kohlenhydrate, Eiweiß und Vitamin-A. Bei der Kresse kommt noch ein hoher Anteil an Vitamin-C dazu. Von manchen Vögeln wird die Petersilie nicht gerne genommen, wie z. B. Girlitze und Amadinen. Hier kann man sich helfen, indem man sie im Mixer sehr klein hackt und unter das Weichfutter mischt. Man kann auch eine Möhre mit in den Mixer hineingeben, dadurch wird die Petersilie besser verteilt.

Die Brennessel, um die meistens ein großer Bogen gemacht wird, ist eine wertvolles Futter und gleichzeitig Heilpflanze. Den Samen kann man unter die Feinsämereienmischung anbieten. Junge Brennesselblätter, im Mixer zerkleinert und unter das Weichfutter gegeben, werden gerne aufgenommen. Brennesselblätter trocknen oder fertig als Tee kaufen, haben aufgebrüht eine erstaunliche Wirkung gegen Durchfallerkrankungen

Die Salatarten sind in der grünfutterarmen Zeit wichtige Vitaminträger. Prof. Dr. Heupke aus Frankfurt, umriß den Wert vom Salat wie folgt: Er ist arm an Nährstoffen, aber reich an Chlorophyll, Mineralsalzen, Vitaminen, Spurenelementen, sein Eiweiß hat den höchsten biologischen Wert. Der Chicorée, in China als Bleichzichorie gezüchtet, ist im Geschmack leicht bitter, hat aber bei Dauergaben eine heilende Wirkung gegen Leberschwellung. Er wird von vielen Cardueliden besonders gerne gefressen.
Spinat ist reich an Vitaminen und Spurenelementen. Seine hohen Anteile an Kalk, Phosphor und Schwefel machen ihn allein schon wegen dieser drei Stoffe sehr wertvoll in der Mauserzeit. Der Spinat enthält eine halbe Apotheke in sich. Bei Magen und Darmkrankheiten als Heilmittel zu verwenden.
Löwenzahn aus der Familie der Korbblütler ist vom Frühjahr bis in den Sommer zu ernten. Für einige Arten zählen nur die Blütenköpfe im Vorreifestadium, aber auch junge Löwenzahnblätter sind eine Vitaminnahrung. Unter fließendem Wasser abwaschen und mit einer Schere in kleine Stücke schneiden, über die nassen Blätter Traubenzucker und Osspulvitpulver geben und gut vermischen, werden sie von fast allen Arten angenommen.

Vogelmiere ist fast überall zu finden, sie wird von allen Vogelarten gerne genommen. Über ihren Anteil an Provitamine gehen die Meinungen auseinander.
Kreuzkraut blüht ab April und wird von vielen Arten gerne genommen, aber meistens nur die Samenkapseln.ara
Möhren – Sie vermitteln nicht nur Nährwerte, sondern haben hohe Anteile an Vitaminen, Mineralien und Spurenelemente. Der hohe Gehalt an Karotin ist die Vorstufe von Vitamin-A. Reich ist auch ihr Gehalt an Vitamin-B. Konzentrierter Möhrensaft hilft gegen Spulwurmbefall.
Gurken haben einen hohen diätetischen Wert und einen sehr hohen Vitamin-C Anteil. Einige Vögel nehmen nur die Schale, andere nehmen auch das Fruchtfleisch.
Topinambur wäre eigentlich eine hervorragende Volierenpflanze, die aber eine Höhe von über zwei Meter erreicht. Die jungen Blätter werden von den Vögeln gerne gefressen. Diese Pflanze gehört zu der Familie der Sonnenblumen. Im Herbst kann man die Knollen, die leicht süßlich schmecken, gut essen. Im Mixer zerkleinert, werden sie genau so gerne wie Möhren genommen. Es ist reich an Vitamin-C und Hydraten.

Copyright: Horst Edelmund

Hundeapotheke

So sind Sie für große und kleine Notfälle gerüstet!

Bei Routineaufgaben, wie Temperatur messen oder Zecken entfernen, ist es unter Umstände nur lästig, die benötigten Materialien zusammensuchen zu müssen. Gilt es jedoch im Notfall schnell weiteren Schaden von Ihrem Hund fernzuhalten, ist es unabdingbar, eine entsprechende Ausrüstung sofort griffbereit zu haben.

Infos bereitlegen, spart Zeit im Notfall!
Zur Vorbereitung und Nachschlagen im (vermeintlichen?) Notfall legen Sie sich einen Ratgeber zum Thema erste Hilfe für Hunde in die Apotheke. Empfehlung: „Notfallpatient Hund – Erste Hilfe für Hunde”.

Ebenfalls sinnvoll ist eine Liste mit den Adressen ortsansässiger tierärztlichen Praxen,
Kliniken und gegebenenfalls des Tierrettungsdienstes.
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Die folgende Auflistung ist als Anregung für Ihre Hundeapotheke zu verstehen:

Fieberthermometer

Teebaumöl aus der Apotheke, „Melaleuka“ (kleine Verletzungen, Zeckenbisse)

Notfalltropfen „Rescue“ (innerlich zur Beruhigung; äußerlich bei kleinen Verletzungen)

Arnica D6 und C200 als Globuli:
D6 bei blauen Flecken oder leichteren Verstauchungen zunächst stündlich 1 Gabe (= 5 Globuli), dann alle zwei Stunden bzw. 3 x täglich

Arnica C 200 als Erstversorgung bei Schock, hohem Blutverlust und bei schweren Verletzungen, z. B. Zusammenprall mit anderen Hunden – dann zur genaueren Abklärung zum Tierarzt

Arnica-Essenz mit Gebrauchsanweisung (für Umschläge bei Zerrungen, stumpfen Verletzungen)

„Beaphar Reto“ (Tier-Fachhandel) gegen Durchfall

Pfotenschutzsalbe und evtl. Hundeschuh oder Strumpf/Socken zum Überziehen, wenn die Pfote verletzt ist

Traumeel

Wasserstoffperoxidlösung 3 % (zum Desinfizieren kleinerer Wunden/Risse oder Calendulatinktur oder
Neoballistol aus der Apotheke oder
Betaisodona Salbe und Lösung zum Desinfizieren (Immer dann, wenn offene Verletzungen entstanden sind, z. B. Stacheldraht, rostiger Nagel. Die Lösung mit Wasser verdünnt nach Anweisung in einen Frischhaltebeutel füllen, Pfote hinein, oben zuhalten und schütteln; entfernt Schmutz und kommt überall hin (besser als das Auftragen mit Mull)

Bepanthen Salbe = Heilsalbe

Lebertran-Zink-Salbe z. B. Desitin (für heilende Wunden um sie weich zu halten, oder wenn der Hund immer wieder ins Wasser geht). Die Salbe ist „relativ fest“, dass sie sich sogar im Salzwasser nicht löst

Aconitum Ohrentropfen von Wala

Fenistil Hydrocortison Salbe
(gegen Mückenstiche, Ameisen-Sekret oder auch andere Insektenreizungen)

Kältespray von Voltaren

5 Tabletten Essitol = essigsaure Tonerde
(für Umschläge, z. B. nach Kontakt mit Brennnesseln)

Berberil Augentropfen in Einmal-Pipette je 0,6 ml
(entzündete Augen, z. B. offenes Fenster bei der Fahrt

3 Trinkampullen Frubiase calcium, gibt es in 20er-Pack in der Apotheke ( gegen Bienen- oder Wespenstiche im Kopfbereich)

• je 2 Mullbinden 6 und 10 cm; Leukoplast 2,5 cm; 1 dicke Rolle Synthetik-Watte 6 cm zum Abpolstern bei Verbänden; 2 selbsthaftende Klettbinden 8 cm breit; 2 sterile Kompressen

Splitterpinzette + Zeckenzange + Schere mit gebogener Spitze zum Entfernen von Haaren

• 1 Kältekompresse, die durch Knicken Kälte erzeugt. (Röwa Eispack) Apotheke (Vorsicht! Tempotücher unterlegen um Erfrierungen zu vermeiden)

Stoffhalti (Tier-Fachhandel), um die Schnauze zu fixieren,
damit der Hund nicht schnappen kann

Dreieckverbandstuch zum besseren Fixieren bei großen Verbänden
(das hat man ja in der Autoapotheke)

koelner-futtersack.de