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Fellpresse hält drauf: Hunde sind keine Sofakissen!

Dog Sammy – Wald- und Wiesenreporter und Big Boss der Fellpresse

Von meinem Fellpresse-Hauptquartier-Fenster aus sehe ich jeden Tag Bello & Co mit menschlichem Leinenanhang vorbeischlenkern. In drei Minuten ist man von der muffigen Großstadtgosse im urigen Auenwald verschwunden – wenn der Mensch mitmacht.

Tatsache ist, dass ich viele Hunde nie im Wald, auf der Wiese oder am See treffe. Sie sind verdonnert, ihr Leben in der Wohnung zu fristen und laufen zum kacken einmal um den Block. Sonntags vielleicht auch zweimal. Aber wir Hunde sind keine Sofakissen! Wir hassen es, nur um den Block zu latschen! Wir wollen arbeiten, rennen, lernen, spielen! Wir brauchen Sozialkontakte! Wir kacken gern ins Grüne! Und wir möchten einen kompetenten Chef, der das weiß!

Grund für uns mal wieder ein neues Bild für “Fellpresse hält drauf” zu basteln.

Und hier isses: Hunde sind keine Sofakissen!

Die Grafik darf gern kopiert und weiter verbreitet werden.
Hunde sind keine Sofakissen

Wieder aktiv: Kleine Vampire aus dem Unterholz

© Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V., bpt

Bild

Nicht nur für Menschen ist ein Zeckenstich mit erheblichen Gefahren verbunden. Zecken im Hunde- oder Katzenfell sind eklig, verursachen heftigen Juckreiz oder Schwellungen, können aber auch zum Teil lebensgefährliche Krankheiten auf Hunde übertragen: Anaplasmose, Babesiose (die so genannte Hundemalaria), Borreliose oder in sehr seltenen Fällen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Unbehandelt verlaufen diese oft akut oder häufig sogar tödlich Hochsaison haben die kleinen Blutsauger gewöhnlich von März bis Ende Oktober, je nach Wetterlage bis November.

Gegen die Borreliose werden für Hunde verschiedene Impfstoffe angeboten, die allerdings nur gegen drei Borrelienarten schützen. Ebenso steht gegen die Babesiose ein Impfstoff zur Verfügung. Dieser ist zwar in Deutschland zurzeit nicht erhältlich, kann aber vom Tierarzt mit einer Ausnahmegenehmigung aus dem europäischen Ausland bezogen werden. Der Impfstoff schützt jedoch nicht vor einer Infektion, sondern mildert lediglich den Krankheitsverlauf. Gegen die anderen Krankheiten gibt es keine Impfung.

Mit vorbeugenden Maßnahmen kann man Borreliose und Co. aber dennoch erfolgreich den Kampf ansagen. Dazu gehören: Schnelles Entfernen der Zecken und Verwendung von parasitenabtötenden Präparaten.
Je nach Zeckenart und Erreger sind die Übertragungszeiten unterschiedlich. Borrelien werden 6 bis 72 Stunden nach dem Zeckenstich übertragen, die Erreger der Anaplasmose innerhalb von 24 Stunden, die der FSME nach nur wenigen Minuten und Babesien nach 48 Stunden. Männliche Auwaldzecken, die bereits einmal Blut gesaugt haben, können allerdings Babesioseserreger sofort nach dem Einstich übertragen.
Hunde sollte man deshalb auf jeden Fall nach jedem Spaziergang und die Katze mindestens einmal täglich nach Zecken absuchen. Bevorzugte „Andock-Stellen“ sind die gefäßreichen, dünnhäutigen Partien an Kopf, Hals, Schultern und Achseln. Wichtig: Mit einer speziellen Zeckenzange lassen sich die Zecken fassen und unter sanftem Zug aus der Haut ziehen. Keinesfalls sollte man sie zuvor mit Öl oder anderen Flüssigkeiten versuchen abzutöten, denn gerade im Todeskampf bringen Zecken ihren möglicherweise infektiösen Speichel vermehrt in die Wunde ein.

Doch durch alleiniges Absuchen des Tieres wird keine Sicherheit erreicht, denn zu viele Zecken werden bei dieser Methode selbst von Fachleuten übersehen. Oft kann man die Zecken erst Tage nach Beginn der Blutmahlzeit, wenn sie sich mit Blut voll gesaugt und den Hund bereits infiziert haben, erkennen und entfernen.
Um die Tiere vor ungebetenem Besuch zu schützen oder den kleinen Biestern den Appetit zu verleiden, stehen Spot-on-Präparate oder antiparasitäre Halsbänder in den Tierarztpraxen zur Verfügung.

Die Spot-on-Präparate vom Tierarzt schützen wie mit einem unsichtbaren Schutzschild, zum einen durch ihre abschreckende Wirkung (Repellenteffekt), zum anderen durch ihre abtötende Wirkung. Sie werden direkt auf die Haut im Nacken der Hunde (bei großen Hunden zusätzlich auf die Haut im Bereich der Kruppe) geträufelt. Der Wirkstoff verteilt sich innerhalb eines Tages über den ganzen Körper und lagert sich in der obersten Hautschicht ein. Die Behandlung muss in Abständen nach den Vorgaben des Herstellers wiederholt. Der in den Halsbändern enthaltene, Zecken abtötende Wirkstoff wird kontinuierlich abgegeben. Er verteilt sich ebenfalls über den gesamten Tierkörper und lagert sich in die oberste Hautschicht ein. Gelegentliches Schwimmen, oder Regen vermindern die Wirkung nicht.

Auch der Handel bietet eine Vielzahl von Produkten an. Doch nicht alle Zeckenmittel sind wirksam oder für jedes Tier geeignet. Ein altes Hausrezept rät zu Knoblauch. Allerdings ist weder die Wirkung nachgewiesen noch ist es ratsam, Knoblauch bei Hund und Katze einzusetzen, denn wie alle Zwiebelgewächse ist auch der dazu zählende Knoblauch für beide Tierarten giftig!

Welches Produkt für den Hund oder die Katze in Frage kommt, erfährt man am besten in der Tierarztpraxis. Dort wird ausführlich beraten und auf mögliche Nebenwirkungen hingewiesen.

 Durch Zecken auf Hunde übertragbare Krankheiten

 Zeckenarten in Deutschland

Tierärzte-Notdienst

Der Kölner Tierärztenotdienst

ist ein Zusammenschluss von Kleintierärzten aus Köln, die sicherstellen möchten, dass Sie für Ihr krankes Tier nachts und an Wochenenden und Feiertagen immer tierärztliche Hilfe bekommen können.

Bitte beachten Sie, dass Sie IMMER VORHER bei dem diensthabenden Tierarzt ANRUFEN, auch wenn Sie die Praxis kennen, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Außerdem können Sie sich dann gleich danach erkundigen, ob Sie nur bar oder z.B. auch mit EC-Karte bezahlen können und sich darauf einrichten.

Der Notdienst ist in der Woche immer von 19.00 Uhr abends bis 8.00 Uhr morgens erreichbar, am Wochenende und an Feiertagen von 8.00 Uhr bis 8.00 Uhram nächsten Morgen.

 März 2012

01.03.2012

Donnerstag

TA. Lausberg      K.-Weidenpesch 

0221 – 744370

02.03.2012

Freitag

Dr. Görzen    K.-Ostheim 0221 – 7192082

03.03.2012

Samstag

Drs. Harms/Szattelberger K.-Dellbrück

0221 – 683802

04.03.2012

Sonntag

Drs. Behrens/Rick      K.-Wahnheide

02203 – 205333

05.03.2012

Montag

TA. Mech   K.- Weiden 02234 – 498204

06.03.2012

Dienstag

TÄe. Cimander    K.-Sülz

0221 – 428081

07.03.2012

Mittwoch

TÄ. Matter/Joedicke    K.-Longerich

0221 – 742424

08.03.2012

Donnerstag

TA. Heinrichs   K.-Ehrenfeld

0171 – 9537689

09.03.2012

Freitag

Dr. Wunderlich      K.-Lindenthal

0221 – 4300093

10.03.2012

Samstag

Dr. Felsberg   K.- Porz

02203 – 34229

11.03.2012

Sonntag

TA. Engels      K.-Ehrenfeld

0221 – 552060

12.03.2012

Montag

Drs.Holland/Unna   K.-Bayenthal

0221 – 341300

13.03.2012

Dienstag

Dr. Kreth   K.-Rath  

0221 – 9226555

14.03.2012

Mittwoch

Dr. Miebach   K.- Worringen

0221 – 781555

15.03.2012

Donnerstag

TA. Wagemann   K.-Ossendorf

0221 – 88821880  0221 – 88821881

16.03.2012

Freitag

Dr. Struckmann    K.-Braunsfeld

0221 – 545764

17.03.2012

Samstag

Dr. Szabo   K.- Junkersdorf

0221 – 4846284

18.03.2012

Sonntag

Dr. Linke   K.- Nippes 0221 – 767878

19.03.2012

Montag

Dr. Graf   K.- Porz (Eil)

02203 – 33323

20.03.2012

Dienstag

Dr. v. Stumberg     K.-Mülheim 0221 – 610222

21.03.2012

Mittwoch

Dr. Ulrich    K.-Zollstock

0152 – 7310667

22.03.2012

Donnerstag

Dr. Kellerwessel   K.-Sülz

0221 – 411112   0172 – 2808809

23.03.2012

Freitag

Dr. Wahle      K.-Heimersdorf

0221 – 796666    0221 – 701310

24.03.2012

Samstag

Dr. Schmalz-Picchedda    K.-Rath

0221 – 16999033

25.03.2012

Sonntag

Dr. Caglar   K.-Ostheim

0221 – 88899922

26.03.2012

Montag

Dr. Rühling       K.-Poll

0221 – 8999701

27.03.2012

Dienstag

TÄe. Wilms & Rosin    K.-Deutz 0221 – 22233377

28.03.2012

Mittwoch

Drs. Hübys/Wüstenberg   K.-Kalk 0221 – 853007

29.03.2012

Donnerstag

Dr. Kellerwessel   K.-Sülz

0221 – 411112   0172 – 2808809

30.03.2012

Freitag

TÄe. Cimander    K.-Sülz

0221 – 428081

31.03.2012

Samstag

Dr. v. Prittwitz K.-Höhenhaus

0221 – 96476321

ACHTUNG!!! VORSICHT!! Erste Giftköder in Köln-Buchheim!!!!!

Gerade wurden uns die ersten Giftköderfunde gemeldet.
An dem Grünstreifen an St. Theresia neben der Grundschule u. Sporthalle, Herler Ring, wurde ein Hundehalter stutzig, als sein 13 Wochen alter Welpe ein “Klumpen” Laub in der Schnauze hatte. Der Klumpen bestand aus einem Brötchen mit Leberwurst, indem blaue Körner (Rattengift) versteckt war.
Kurze Zeit später buddelt der Welpe auf der Wiese und hob dabei ein ausgestochenes Stück Gras an. Darunter fand das Herrchen diesmal ein Butterbrot mit Leberwurst ebenfalls mit den blauen Körnern.
Auch wenn schon ein Verdacht auf eine Anwohnerin der Wiese besteht,
raten wir dringend dazu, auch ausserhalb des Fundbereichs auf allen Hundewiesen genau darauf zu achten, woran eure Hunde schnüffeln, schlimmstenfalls sogar fressen.
Auch die Halter der “Buddler” sollten genau darauf achten, dass sich in dem Erdreich nicht irgendwelche “Fundstücke” befinden.
Sollten eure Tiere trotzdem mal etwas Undefinierbares gefressen haben, raten wir dazu sofort (innerhalb der nächsten Stunde) einen Tierarzt aufsuchen und nicht abzuwarten, ob vielleicht Symptome auftreten.
Auf jeden Fall sollte man dem Tier eine Kohletablette geben, die absorbiert evtl. aufgenommenes Gift und andere schädliche Substanzen.

PASST jetzt wieder besonders auf eure Lieblinge auf, das Frühjahr hat begonnen und damit auch die Zeit der HUNDEHASSER und anderer gestörter Mitmenschen!!!!!

14.03.2012
In den letzten Tagen hat noch eine Hundehalterin aus der Nachbarschaft in dem Fundgebiet einen Giftköder ihrer jungen Mischlingshündin wegnehmen können.
Vermutlich ärgert sich ein Anwohner über das Bellen und die Hundehaufen auf der Wiese.
Dieses Handeln ist durch nichts zu rechtfertigen, aber wir bitten alle Hundehalter, den Kot ihrer Hunde in den vorhandenen Mülleimern zu entsorgen!

Die Fundstücke sprich GIFTKÖDER bitte NICHT entsorgen, sondern sofort die 110 anrufen und Anzeige wegen Verdacht auf Tierquälerei gegen Unbekannt erstatten.

Vergiftungen

Hund: Cumarin-Vergiftung (Rattengift)

Allgemeines

Weitere Bezeichnungen: Rattengift, Kumarin-Vergiftung

Cumarin ist eigentlich eine ungiftige Substanz, die natürlicherweise in Steinklee vorkommt. Chemische Abkömmlinge von Cumarin, so genannte Cumarinderivate sind jedoch hochgiftige Stoffe, die vorwiegend als so genannte Rodentizide zur Bekämpfung von Schadnagern eingesetzt werden.

Es gibt viele verschiedene Cumarinderivate, unter anderem sind folgende Stoffe in im Handel gebräuchlichen Rattengiften enthalten: Cumachlor, Cumatetralyl, Cumafuryl, Chloraphacinon, Dicumarol u.v.a.

Die Wirkungsweise dieser Stoffe ist gleich, sie unterscheiden sich jedoch in der Schnelligkeit ihres Wirkungseintritts und in ihrer Wirkungsdauer: ältere Mittel, so genannte Cumarinderivate der ersten Generation, wirken etwa 14 Stunden nach der Aufnahme des Giftes. Die neueren Cumarinderivate der zweiten Generation zeigen erst nach einigen Tagen eine Wirkung. Dieser verzögerte Wirkungseintritt ist beabsichtigt: Wenn ein Schadnager direkt nach dem Fressen des Giftes Symptome zeigen oder sterben würde, würden die anderen Tiere das Gift nämlich nicht mehr fressen.

Ursachen

Rodentizide, die hier im weiteren Verlauf vereinfacht als Rattengift bezeichnet werden, können von Hunden über verschiedene Wege aufgenommen werden:

  • direkte Aufnahme des Giftes bei unsachgemäßer Lagerung
  • direkte Aufnahme von Gift, das von Schadnagern verschleppt wurde
  • Fressen von Schadnagern, die Rattengift aufgenommen haben

Das Gift gelangt in den Magen-Darm-Trakt und wird dort in den Blutkreislauf aufgenommen. Dort führt Rattengift zu einer Störung der Blutgerinnung und zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Blutgefäße: es entstehen ausgeprägte innere Blutungen.

Leitsymptom

Blutungsneigung

Symptome

Die klinischen Symptome einer Vergiftung mit Rattengift können sehr unspezifisch sein. Sie hängen stark von der aufgenommen Dosis sowie davon ab, wo die Blutungen auftreten. Eine wiederholte Aufnahme von kleinen Mengen des Gifts kann schwerwiegendere Folgen haben als die einmalige Aufnahme einer großen Giftmenge!

Allgemeinsymptome können blasse Schleimhäute, Erbrechen, Futterverweigerung und Teilnahmslosigkeit sein. Diese Krankheitszeichen können über Wochen auftreten.

Hauptsächlich besteht jedoch nach der Aufnahme von Cumarinderivaten eine starke Blutungsneigung, die sich durch Nasenbluten, blutigen Auswurf beim Husten sowie durch Blut in Urin oder Kot äußern kann. Die weiteren Symptome hängen davon ab, in welchen Organen die Blutungen stattfinden. Bei Blutungen in den Herzbeutel (Perikarderguss) kommt es zu einer eingeschränkten Herzleistung mit erhöhter Herzschlagfrequenz. Lungenblutungen oder Blutungen in den Pleuralspalt führen zu einer mangelhaften Belüftung der Lunge und dadurch zu Atemnot. Auch Lahmheiten können auftreten, wenn es zu Einblutungen in Gelenke kommt.

Wenn sehr große Mengen oder wiederholt Rattengift gefressen wurde, können die Blutungen so stark sein, dass plötzlich Schocksymptome auftreten und der Hund stirbt.

 

Abb. FZXRASU4
Abb. FZXRASU4: Zahnfachblutungen als Zeichen von erhöhter Blutungsneigung bei einer Vergiftung mit Rattengift.

Diagnose

Idealerweise hat der Hundebesitzer einen konkreten Verdacht und die Aufnahme des Giftes liegt erst wenige Zeit zurück. In diesem Fall zeigt der Hund noch keine Symptome, das Gift kann jedoch im Mageninhalt oder in Resten des gefressenen Kadavers nachgewiesen und eine Behandlung eingeleitet werden.

Weitaus häufiger frisst der Hund das Gift jedoch vollkommen unbemerkt und wird mit bereits bestehenden Symptomen in der Praxis vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt ist das Gift praktisch nicht mehr nachweisbar, wodurch die Diagnose der Vergiftung sehr schwer ist. In diesem Fall sind der Vorbericht (besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass der Hund Gift oder einen vergifteten Tierkadaver gefressen hat?) und die klinischen Symptome von großer Bedeutung. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kann mit Hilfe einer Blutuntersuchung der Gerinnungsstatus des Blutes bestimmt werden. Zusätzlich können Röntgenbilder angefertigt oder Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden, um Blutansammlungen in einzelnen Organen sichtbar zu machen.

In Einzelfällen ist das Ergebnis all dieser Untersuchungen nicht eindeutig, die Symptome sprechen jedoch weiterhin stark für eine Cumarin-Vergiftung, und andere Erkrankungen können weitestgehend ausgeschlossen werden. In diesen Fällen kann ein Therapieversuch eingeleitet werden, der bei Erfolg den Diagnoseverdacht bestätigt.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich stark danach, wann der Hund in der tierärztlichen Praxis vorgestellt wird.

Wurde das Gift erst vor wenigen Stunden aufgenommen, muss verhindert werden, dass das Gift in den Blutkreislauf aufgenommen wird. Der Hund wird zum Erbrechen gebracht, so genannte Aktivkohle wird gefüttert, die das Gift im Magen und Darm binden kann und auch Abführmittel werden verabreicht, um Gift im Enddarm zu erreichen.

Diese Behandlungsmaßnahmen sind jedoch zwecklos, wenn der Hund bereits Vergiftungssymptome zeigt, da dann bereits alles Gift ausgeschieden ist. Ab diesem Zeitpunkt wird eine so genannte Antidot-Therapie mit Vitamin K durchgeführt. Dieses Vitamin kann in hoher Dosierung das normale Gerinnungsverhalten des Blutes innerhalb weniger Stunden wiederherstellen. Um einen schnellen Wirkungseintritt zu erzielen, wird Vitamin K anfangs meist intravenös, also direkt in ein Blutgefäß verabreicht. Nach einigen Tagen kann auf Tabletten umgestellt werden. Diese Tabletten sollten immer gleichzeitig mit dem Futter gegeben werden. Zusätzlich kann ein Löffel Haushaltsöl unter das Futter gemischt werden, da dies die Aufnahme des Vitamins im Magen-Darm-Trakt erleichtert und dadurch besser wirken lässt. Diese orale Gabe von Vitamin K muss – je nach aufgenommenem Gift – über einen Zeitraum von mindestens zwei oder sogar sechs Wochen erfolgen. Einige Tage nach Absetzen des Vitamins muss der Gerinnungsstatus unbedingt durch eine erneute Blutuntersuchung überprüft werden. Bei schlechten Gerinnungswerten muss die Vitamin K-Gabe gegebenenfalls verlängert werden.

Neben dieser Antidot-Therapie sind meist zusätzliche Behandlungsmaßnahmen erforderlich. Der behandelnde Tierarzt wird diese je nach Zustand des Hundes durchführen:

  • Infusionen
  • Bluttransfusionen
  • Beatmung
  • Antiemetika zur Stillung des Brechreizes
  • Ruhigstellung/Wärmelampe/gepolsterte Unterlagen

Prognose

Die Prognose einer Cumarin-Vergiftung hängt stark davon ab, zu welchem Zeitpunkt die Vergiftung erkannt und eine Behandlung eingeleitet wird. Ebenfalls entscheidend ist die Lokalisation der Blutungen. Insbesondere Blutungen in den Herzbeutel oder die Lunge können schnell lebensbedrohliche Auswirkungen haben.

Stand: 20.01.2012, © Copyright by www.enpevet.de
 

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